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Weil Tierwohl mehr
ist als eine Frage der Haltung!

Tierwohllupe.de arbeitet an einem neuen Siegel-System, das die digitalen Möglichkeiten unserer Zeit nutzt, um Tierwohl nachzuweisen, das über eine reine Kennzeichnung der Haltung hinausgeht. Durch die Zusammenführung unterschiedlicher Prüfdaten und das System der digitalen Meta-Konvertibilität können endlich auch dynamische Ergebnisindikatoren wie die Tiergesundheit durch unabhängige Prüfer erfasst und berücksichtigt werden.

Damit entsteht ein Bewertungssystem, das über starre Vorgaben hinausgeht: Tierwohl wird nicht nur daran gemessen, ob einzelne Anforderungen erfüllt sind, sondern auch daran, welche Wirkung auf das Tier tatsächlich sicht- und unabhängig messbar wird.

Denn Tierwohl ist komplexer als nur eine Frage der Haltung. So fordert beispielsweise foodwatch, den tatsächlichen Gesundheitszustand von Nutztieren systematisch und betriebsindividuell zu erfassen. Die Deutsche Umwelthilfe weist wiederum auf die Bedeutung bislang weniger sichtbarer Faktoren wie Stallklima und Ammoniakbelastungen hin. Genau hier liegt eine der zentralen Aufgaben der Tierwohllupe: solche wissenschaftlich relevanten Faktoren so weiterzuentwickeln, dass sie in der Praxis zuverlässig, manipulationssicher und durch unabhängige Dritte messbar werden.

Dieser Ansatz entspricht der zunehmenden Forderung aus Wissenschaft und Tierschutz nach einer stärkeren Leistungs- und Ergebnisorientierung. Die von Experten und Wissenschaft definierten Tierwohlkriterien werden durch unabhängige Kontrollinstanzen wie beispielsweise SGS, QAL oder Dr. Berns geprüft und extern bestätigt.

Die besondere Herausforderung besteht deshalb nicht nur darin, Tierwohlkriterien zu entwickeln, sondern diejenigen auszuwählen und messbar zu machen, die zugleich aussagekräftig, manipulationssicher und durch unabhängige Dritte zuverlässig überprüfbar sind. Weiterhin ist eine digitale Metakonvertibilität wichtig, um rechtssichere Vergleiche zwischen unterschiedlichen Siegeln und Prüfsystemen zu ermöglichen.

Dafür entwickeln wir gemeinsam mit Wissenschaft und Praxis neue Erfassungsmethoden – unter anderem im Forschungsprojekt „KI-Tierwohl“ mit der TVT sowie Hochschul- und Forschungspartnern. Zusätzlich stellen wir unsere Systeme externen Rechtsprüfungen, beispielsweise durch ZENK Rechtsanwälte; so wurde unter anderem unser Bio-Meta-Vergleich rechtlich geprüft.

Die Certifair GmbH ist aus praktischer Entwicklungserfahrung mit Bio- und Fairtrade-Auditsystemen in Afrika hervorgegangen und überträgt dieses Know-how heute auf die Entwicklung moderner, unabhängig prüfbarer Bewertungssysteme.

Das Tierwohllupe-Siegel basiert auf drei Säulen: Haltung + Tierschutz + Tiergesundheit. So wird betriebsindividuelle Tierwohlleistung messbar und ein modernes Siegel-System geschaffen, das Tierwohl differenziert, transparent und entwicklungsfähig abbildet.

In Kurzform:
Das zeichnet unsere Tierwohl-Lupe aus

+ Tiergesundheit

weil Tierwohl unter Berücksichtigung & Kontrolle der Tiergesundheit erreicht werden sollte.

+ Maximalkriterien

bewerten Tierwohl zusätzlich zu bekannten Vorgabeindikatoren wie + 100% mehr Platz. Ohne Ergebnisindikatoren kann unser Meinung nach Tierwohl nicht mehr Zeitgemäß und entsprechend der Tierwohlwissenschaft gemessen werden.

+ Fairness

gegenüber dem Landwirt und der Tierwohlleistung wird gesteigert, wenn das Tierwohl-Ergebnis und nicht nur das Gebäude honoriert wird. Der Landwirt wünscht sich das beste Preis-Tierwohl-Verhältnis.

+ messbare fachliche Umsetzung

wir berücksichtigen nicht nur einen unabhängigen Expertenkreis, sondern schaffen auch die digitale Architektur, um aktuelle wissenschaftliche Empfehlungen umzusetzen. Während klassische Labelsysteme trotz Expertenwissen meist in starren Haltungs- und Zollstockkriterien steckenbleiben, können die Tierwohl-Punkte über digitale Metakonvertibilität auch dynamische Ergebnisindikatoren wie Tiergesundheit fortlaufend integrieren wie die moderne Wissenschaft es fordert.

Wir sind Pioniere in Deutschland:
Die berücksichtigung & messung der Tiergesundheit

Reine Haltungssiegel sind ein guter Anfang. Das Thema Tierschutz, zum Beispiel in Bezug auf kurze Transportzeiten, bleibt hier jedoch leider außen vor. Tierschutzsiegel wie ‚Bio‘ berücksichtigen diesen Aspekt des Tierschutzes, zu dem Transport- oder Schlachtkriterien gehören.

Doch es ist auch wichtig, die Gesundheit der Tiere zu bewerten. Die Tierwohllupe berücksichtigen deshalb nicht nur Tierhaltung und Tierschutz, sondern auch die Tiergesundheit. Auf diese Weise, sogenannte Ergebnisindikatoren, stellen wir sicher, dass das Wohlbefinden der Tiere über den gesamten Lebenszyklus hinweg verfolgt und angemessen gewürdigt werden kann.

Wir sind Pioniere in Europa:
Maximale kriterien für stetig wachsendes tierwohl

Um eine einheitliche und flächendeckende Umsetzung ihrer Kriterien zu gewährleisten, setzen alle bestehenden Siegel im Bereich der Tierhaltung auf einheitlich zu erfüllende und statische Kriterien, der sogenannte Zollstock-Tierschutz. Das ist auch logisch, da die Siegel vor Jahrzehnten entstanden sind und in über 200 Ländern anwendbar sein mussten. Ohne digitale Möglichkeiten war es daher notwendig, sich auf wenige Kriterien zu konzentrieren. Diese berücksichtigen jedoch die örtlichen Gegebenheiten vieler Landwirte nur oberflächlich. Dies führt oft zu hohen Kosten, da der Landwirt seinen Hof für die Überprüfung umbauen muss, z.B. wenn ein Fenster 99 cm anstatt 100 cm Höhe hat, dann muss Geld investiert werden, welches dem Tier kaum zu Gute kommt. Eine Investition in Stroh wäre tierfreundlicher und fairer für den Landwirt gewesen als in 1 cm Fenster.

Um diese jahrzehntelange Praxis zu überwinden und den Fortschritt im Bereich des Tierwohls voranzutreiben, gehen wir einen neuen Weg: Unter Einbezug der Digitalisierung setzen wir auf Maximalkriterien, sodass sich unsere Partner-Betriebe aus einem stetig wachsenden Maßnahmenkatalog die für sie umsetzbaren Verbesserungen auswählen können. Dadurch verbessert sich das Tierwohl auf unseren heimischen Höfen kontinuierlich, bleibt jedoch dennoch vergleichbar.

Wir nutzen Tierwohl-Lupe und Tierwohl-Punkte derzeit parallel als Marken, um zu erforschen, welche Ansprache Verbraucher am besten erreicht und sie zu Kaufentscheidungen für mehr Tierwohl motiviert.

Wir setzen dem Preisdruck ein Ende:
mit besser Preis-Leistung zur agrarwende

Viele behaupten, dass Tierwohl am Preis scheitern würde, den der Verbraucher nicht bereit ist zu zahlen. Wir sehen das anders: Für uns ist nicht der Preis das Problem, sondern das schlechte Preis-Leistungsverhältnis. Die meisten Bio-Landwirte engagieren sich weit über die Mindestkriterien hinaus. Viele biologisch und konventionell arbeitende Landwirte liefern weit aus mehr Tierwohl als die veralteten und bürokratischen Auditsysteme messen können, die Tiergesundheit wäre das beste Beispiel.

Aber Tiergesundheit wird bislang nicht integriert. Noch schlimmer ist, dass viele Siegel oft teure oder oft nicht genehmigungsfähige Maßnahmen wie Stallumbauten verlangen. Günstige Maßnahmen, wie eine Verbesserung der Tiergesundheit, werden nicht honoriert. Das treibt den Preis für die Landwirte unnötig in die Höhe und somit auch für den Verbraucher. Denn anstatt kurze Transportwege zu fördern, die das Tierwohl verbessern würden und den Preis sogar senken könnten, verlangen Haltungskennzeichnungen stattdessen lediglich teure Stallumbauten. Dieser sogenannte Zollstock-Tierschutz mag zum Land der Ingenieure passen, aber nicht zum besten Preis-Tierwohlverhältnis.

Wir machen das zusammen:
gemeinsam, weil es unsere Lebensmittel betrifft

Transparenz und Mitbestimmung sind für uns ein MUSS. Darum versuchen wir ein System aufzubauen, was laufend neue Tierwohlkriterien aus der Tierwohlforschung integrieren kann. Open-Source bzw. Meta-Kompatible Audit-Systeme brauchen eine digitale Grundstruktur, die mit traditionellen Auditsystemen nicht kombinierbar ist. Die Tiergesundheit wäre so ein Beispiel oder moderne KI-Kamera-Systeme.

Vor deinem nächsten Einkauf:
Lerne unser Siegel kennen!