Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung

Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik beim BMEL

Autoren: Harald Grethe, Achim Spiller, Matthias Gauly, Ute Knierim
Hintergrund und Bedeutung

Das Gutachten „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“ wurde vom Wissenschaftlichen Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) am Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) veröffentlicht. Es bietet eine wissenschaftlich fundierte Analyse der aktuellen Situation der Nutztierhaltung in Deutschland und stellt umfassende Reformvorschläge vor.

Die Studie hebt hervor, dass eine gesellschaftlich akzeptierte Nutztierhaltung nur erreicht werden kann, wenn hohe Tierwohlstandards sichergestellt sind. Die Empfehlungen des Gutachtens beeinflussen maßgeblich agrarpolitische Entscheidungen und die Weiterentwicklung von Tierwohlkennzeichnungen in Deutschland.

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Wichtigste Forderungen zur Tierwohlkennzeichnung

Die wichtigsten Forderungen zur Tierwohlkennzeichnung für Schweine aus dem Gutachten werden hier aufgeführt und von uns auf die bestehenden Label übertragen. Es ist zu erkennen, warum Mindestkriterien-Systeme nicht alle Forderungen umsetzen können und warum Maximumkriterien-Systeme wie die Tierwohl-Lupe vorteilhaft sind.

ForderungStaatliche Haltungs­kennzeichnungHaltungsform-KennzeichnungEU-BioTierwohl-Lupe
1. Einführung eines nationalen Tierwohl-MonitoringsNicht-ErfülltNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfüllt
2. Verbot des Schwanzkupierens bei SchweinenNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfülltErfüllt
3. Mehr Platz pro TierTeilweiseTeilweiseErfülltErfüllt
4. Einstreu und BeschäftigungsmaterialienTeilweiseTeilweiseErfülltErfüllt
5. Förderung von Auslauf und WeidehaltungTeilweiseTeilweiseErfülltErfüllt
6. Reduktion von Ammoniak- und MethanemissionenNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfülltErfüllt
7. Einführung von Belohnungssystemen für besonders tierfreundliche HaltungssystemeNicht-ErfülltNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfüllt
8. Anpassung der Züchtungsziele zur Priorisierung von Gesundheit und RobustheitNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfülltErfüllt
9. Schulungen für Tierhalter in tiergerechter HaltungNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfülltErfüllt
10. Verbot von Vollspaltenböden ohne Einstreu in Schweine- und RinderhaltungNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfülltErfüllt
11. Videoüberwachung in SchlachthöfenNicht-ErfülltNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfüllt
12. Förderung tierfreundlicher StallumbautenNicht-ErfülltNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfüllt
13. Förderung von Alternativen zur intensiven MassentierhaltungNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfülltErfüllt
14. Verpflichtung zur Transportzeitbegrenzung für NutztiereNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfülltErfüllt
15. Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich tiergerechter HaltungssystemeNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfülltErfüllt
16. Förderung der regionalen Schlachtung zur Vermeidung langer TransportwegeNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfülltErfüllt
17. Einführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in StällenTeilweiseTeilweiseErfülltErfüllt
18. Einführung von Anreizsystemen für den Verzicht auf den Einsatz von AntibiotikaNicht-ErfülltNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfüllt
19. Förderung der Transparenz entlang der gesamten ProduktionsketteNicht-ErfülltNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfüllt
20. Einführung von Maßnahmen zur Stressreduktion bei Tieren während des Transports und der SchlachtungNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfülltErfüllt
21. Förderung von Initiativen zur Direktvermarktung von Produkten aus tiergerechter HaltungNicht-ErfülltNicht-ErfülltNicht-ErfülltErfüllt